Der Horror geht weiter in Hinterkaifeck
18.11.2009 00:11
Der Roman „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel war 2007 eine wahre Krimisensation. Authentisch und im knappem Schreibstil gehalten, bezieht sich der Kriminalroman auf eine wahre Begebenheit von 1922 im bayerischen Hinterkaifeck. Der Roman war so erfolgreich, dass eine Verfilmung des Stoffs nur eine Frage der Zeit war. Nach Urheberrechtsstreitigkeiten mit dem Journalist Peter Leuschner (Der Mordfall Hinterkaifeck), der Frau Schenkel des Plagiats bezichtigte, wies das Landgericht München die Klage des Dokumentarautors zurück.
Jetzt ist es soweit: „Tannöd“ kommt jetzt am 19. November 2009 in die deutschen Kinos.
Die Schweizer Regisseurin Bettina Oberli verfilmte nach eigenen Angaben den Krimi werkgetreu. Es soll allerdings eine neue Hauptfigur in das Geschehen integriert worden sein. Diese wird von Julia Jentsch dargestellt und fungiert als Vermittlungsinstanz für das Publikum. Außerdem wird man Monica Bleibtreu in ihrer letzten Rolle bewundern können. „Tannöd“ beschreibt die Geschehnisse des 6fachen Mordes anscheinend in düsteren, kalten Winterbildern (Trailer) und verlegt die Geschichte in die 50er Jahre.
Anfang des Jahres 2009 wurde schon mal der Stoff Hinterkaifeck verfilmt. Anders als „Tannöd“ wurde der Mystery-Humbug „Hinter Kaifeck“ in die Gegenwart projiziert und mehr schlecht als recht inszeniert.
Passend zum nasskalten November dürfen Krimi- und Horrorfans auf den Anti-Heimatfilm gespannt sein.
Für Interessierte für das wahre Verbrechen:
www.hinterkaifeck.net
Christoph Weber
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