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heihoho

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Heiko
40 Jahre alt
männlich
Hamburg
Mitglied seit: 03/07
Zuletzt online: 03.07.09
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Mehr über Mich
Lieblingsfilme:Der Name der Rose, Delicatessen, 2001 - Odyssee im Weltraum
Musik:vorzugsweise klassisch/symphonisch, oder 70/80er Jahre Hits, Elektronik (Kraftwerk)
Bücher:
Hobbies/ Interessen:

heihohos Rezensionen

  • Slumdog Millionär
    Slumdog Millionär

    02.Mai 09
    brutal, vital, heiß, flirrend, bunt, laut, grell. Menschenberge in Slums, Menschenverachtung, ein ameisenhaufenartiges Mumbai (Bombay) - und eine Liebesgeschichte, die sich als kleines Wunder, durch all das über 10 Jahre durchwuselt. Der Film ist schnell geschnitten, nichts für sehr schwache Nerven, und Unterhaltung abseits vom Popcorn-Kino. Ein Mitten- rein- Express- Streifzug durchs Indien der Gegenwart, abseits von Touristenklischees.
  • V wie Vendetta
    V wie Vendetta

    02.April 08
    Der Film ist zwar eine Comic- Verfilmung, hat aber trotzdem genug Untertöne, um ernstgenommen zu werden. Geschildert wird England in gar nicht ferner Zukunft. Vieles erscheint vertraut: Die Gebäude, die Kleidung der Menschen, die Biographie einiger Protagonisten (Teilnahme am - realen - Irakkrieg usw.) und auch "Kleinkram" wie das Interieur von "BTN", dem fiktiven, der BBC nachempfundenen Staatsfernsehen. Allerdings: Im England von "V wie Vendetta" hat sich nach einer weltweiten Seuchenkrise, die von den USA nur noch ein verseuchtes Bürgerkriegsgebiet übriggelassen haben, der ultrareligiöse, nationalistische, machtbesesene Adam Sutler zum "Großkanzler" Englands erklären lassen und im Zuge einer "Restauration" einen Polizeistaat errichtet, in dem Farbige, Homosexuelle, Iren(!) und Abweichler jeder Art gnadenlos verfolgt, inhaftiert und umgebracht werden. Sutler bedient sich dabei des Fernsehsenders BTN in einer Art und Weise, die ale eine konsequente Weiterführung des Rundfunks im Dritten Reich erscheint. Doch es gibt da jemanden, der nicht nur dem diktatorischen Treiben der Regierung ein Ende setzen möchte, sondern auch eine persönliche Abrechnung mit etlichen Personen aus Sutlers Clique führt. Der ansonsten namenlose "V" saß vor 20 Jahren als Versuchskaninchen in einem Biowaffenlabor ein, in dem die Regierung auf perfide Weise die Grundlage ihrer Macht legte. V überlebte und wurde zu einer Art genialen Monster, der, Shakespeare rezitierend, einen Einmann- Feldzug gegen seine Gegner führt. Bis ihm Evey (Natalie Portman) unfreiwillig über den Weg stolpert... Der Film teilt nach allen Seiten aus, sowohl historisch als auch aktuell. Parallelen zur religiösen Rechten in den USA sind unübersehbar, ebenso wie zum Stalinschen Personenkult. Paradoxerweise und sozusagen als Hommage wird Diktator Adam Sutler von John Hurt gespielt, der schon in der Orwell- Verfilmung "1984" glänzte - damals allerdings in der Rolle des Opfers. Ich habe den Film zweimal hintereinander gesehen. Empfehlenswert!
  • Welt am Draht
    Welt am Draht

    30.Januar 08
    Der Film ist über 30 Jahre alt - und doch ist Fassbinders Vision von der Welt als Computersimulation kein bisschen angestaubt und wird seinen Nachfolger ("13th Floor") mit Sicherheit überleben. Allenfalls die 70er Jahre Möbelkulissen geben Anlass zum Schmunzeln. Aber haben wir bei Kubricks "2001" nicht auch über die grellorangen Sessel auf der Raumstation gelacht?
  • Nothing
    Nothing

    13.November 07
    "Nothing" ist wohl einer der bizarrsten Filme, die mir in den letzten Jahren untergekommen sind, wobei die Machart an sich ganz normal amerikanisch ist. "Bizarr" sind eher die Handlung und Visualisierung. Dave und Andrew, der erste ein unausstehlicher Egomane, der zweite krankhaft ängstlich, auch nur vor die Tür zu treten, hat das Schicksal seit Jahren in ein absolut scheußliches Haus unter einer Autobahnbrücke verschlagen. An einem besonders miesen Tag wird Dave gefeuert, nachdem seine neue Freundin bei seinem Arbeitgeber mit seinem Passwort die Kasse leergeräumt hat. Zeitgleich rückt eine Abrisskolonne an, um das angeblich illegale Haus dem Erdboden gleichzumachen. Voller Hass auf ihre Umwelt und Mitmenschen verkriechen sich Dave und Andrew im Haus... und stellen - peng! - plötzlich fest, dass ihre Umwelt und Mitmenschen verschwunden sind. Buchstäblich. Alles, was außerhalb des Hauses noch existiert, ist eine unendliche weiße hellerleuchtete Leere mit einem gummihaften Fußboden, aber ohne Himmel, Sonne oder auch nur einem Grashalm. Nach anfänglicher Verblüffung und Erkundung stellen Dave und Andrew fest, dass sie völlig alleine auf dieser Welt sind, alleine mit sich und ihren Hassgefühlen, die sich letztendlich als Ursache allen Übels herausstellen. Obwohl sich das wie eine moderne Version von Jean-Paul Sartres Hölle in "Tote ohne Begräbnis" anhört, oder wie eine Neuauflage von "Cube", und der Trailer auf unappetitliche Szenen setzte, ist das ganze kein Alptraum- oder Horrorfilm, sondern eher komödienhaft. Alles in allem wirkt der Film also nicht wirklich fremdartig, sondern ist eine nette originelle Fast- Mainstream- Unterhaltung.
  • Solaris
    Solaris

    07.September 07
    Tja, vielleicht waren meine Erwartungen als langjähriger Leser von Stanislaw Lem (möge er in Frieden ruhen) einfach zu hochgesteckt. Die Neuverfilmung von Lems Roman ist reichlich konventionell geraten und ich fand sie schlicht langweilig. Die Handlung wurde schön brav und auch einigermaßen buchgetreu verfilmt, aber eben nur der Haupthandlungsstrang. Die Vielfalt und Hintergründigkeit, die Lems Klassiker zu einem Klassiker macht, ist auf der Strecke geblieben. Stattdessen gibt es eine George Clooney One Man Show, ein bisschen coole Bildästhetik wie in "Gattaca", und zum Schluss ein bisschen Action und ein weniger tristes (und dafür ausgesprochen aufgesetztes) Ende als im Buch, was wohl dem Mainstream geschuldet ist, den Lem nie adressiert hat. Das reicht für drei Sterne, mehr nicht. Versuch´ ich als nächstes halt mit der Tarkovsky- Verfilmung...
  • Italienisch für Anfänger
    Italienisch für Anfänger

    01.August 07
    Action gibt´s hier nicht, denn "Italienisch für Anfänger" ist ein waschechter "Dogma"- Film: diese verzichten auf allerlei filmische Stilmittel wie Hintergrundmusik, Rückblenden, Gewalt und jegliche Spezialeffekte. Kleiner Seitenhieb des Films: Eine der Filmfiguren hat sich skurrilerweise an ihrem Arbeitsplatz ein Klavier aufgestellt. So kommt der Film doch noch zu einer musikalischen Untermalung :-). Die Handlung passt zum minimalistischen Dogma-Prinzip, denn sie spielt in einer tristen dänischen Stadt und dreht sich um ein paar Leute, deren persönliche Probleme ebenso deprimierend sind wie das Umfeld. Erst in einem gemeinsamen Italienisch- Kurs finden sie wieder zu etwas Leben. Generell verhält es sich mit diesem Film und allen Dogma Filmen wie mit Vollwertkost vs. FastFood. Wer jahrelang mit filmischem Fastfood seine Geschmacksnerven abgetötet hat, wird diesen Film fade und langweilig finden. Wer aber seine Sensibilität für nicht überzeichnetes echt Menschliches behalten hat, sollte sich den Film ansehen.

heihohos Bilder (2)

Kommentare (4)

gaou schreibt:
hallo 19.12.2007
thore schreibt:
Witziges Quiz "ganz, ganz großes Kino" :-) 19.07.2007
Lu schreibt:
Hab deine Rezension zu Solaris (mit George Clooney) gelesen. Kenn den Film zwar nicht, aber wenn du Lem-Fan bist, sollest du dir die Tarkovsky-Verfilmung nicht entgehen lassen. Die ist wirklich hervorragend (siehe meine Rezension)... 11.07.2007
Diddy schreibt:
Hi Heihoho, ich habe Rocky auf meine Wunschliste gesetzt. Falls es klappt wäre es toll, wenn du mir, falls vorhanden, die DVD mit Cover und eventuellem Zubehör gegen Zusatzportoerstattung zuschicken würdest. Meld dich einfach mal diddy@gmxpro.de 04.04.2007

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