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thores Rezensionen (250)

1-20 von 250
vorigenächste

The Expendables
Gut

2


02.September '10 20:14

Der neue Film von und mit Sylvester Stallone bietet genau das, was man erwartet, nämlich Action ohne Ende: Schlägereien, Schießereien mit den fettesten Wummen, Auto- und Flugzeugaktionen, Explosionen, Wurfmesser, etc.. Und dazu trockene, coole Sprüche, die mal sehr witzig sind und mal ziemlich peinlich.
Für seinen Film konnte Sly das perfekte Line Up realisieren: Mit von der Partie sind noch Jason Statham (Transporter), der alte Rocky-Widersacher Drago-Darsteller Dolph Lundgren, Kung Fu-Maschine Jet Li, Mickey Rourke als Drahtzieher im Tattoo-Studio sowie in einer kurzen Szene Bruce Willis und Arnie Schwarzenegger.
Der Plot ist schnell erzählt. Die Söldner-Truppe von Barney (Sly) bekommt a la 'Die Wildgänse' den Auftrag, eine südamerikanische Insel-Republik von ihrem Diktator zu befreien, der wiederum unter dem Druck den ehemaligen CIA-Mannes James Munroe (Eric Roberts, Bruder von Julia) steht.
Der Film bietet nichts besonderes, aber dafür die Unterhaltung, die auf der Packung drauf steht. Dafür drei Sterne.
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Männertrip
Gut

3


02.September '10 20:02

Vor ein paar Jahren gab es 'Forgetting Sarah Marshall' (mit dem komischen deutschen Titel 'NIe wieder Sex mit der Ex') im Kino. Darin spielt Russell Brand (ja, der Verlobte von Katy Perry) Aldous Snow, einen britischen Rockstar. Um diesen Aldous Snow geht es in dem neuen Film 'Männertrip' von Regisseur Nicholas Stoller, der auch den ersten Teil gemacht hatte.
Die Musikbranche ist bekanntermaßen in der Krise. So brainstormen die Leute in Sergios (P Diddy/Sean Combs) Firma, was ein Erfolg werden könnte. Aaron (Jonah Hill) kommt auf die Idee, Aldous mit seiner Band Infant Sorrow zur Feier des 10-Jahres-Jubiläums im Greek Theater auftreten zu lassen.
Dazu bekommt Aaron von Sergioden Auftrag , Aldous aus London in die USA zu holen. Was zunächst einfach erscheint, erweist sich dann als große Schwierigkeit. Zumal Aaron sich auch nicht wirklich dagegen wehrt, als Anhängsel von Aldous in London 'Sex, Drugs and Rock&Roll'-mäßig feiern zu gehen.
Die Jokes in Männertrip drehen sich entsprechend auch um die Themen Drogen, Sex und das Leben von Rockstars mit manisch-depressiven Phasen.
Um dem Film richtiges Rock-Flair zu verschaffen, tauchen neben P Diddy auch noch andere Stars wie Lars Ulrich (der von Metallica, nicht der Radsportler), Pink und Christina Aguilera auf.
Insgesamt ein witziger, recht schnell laufender Film für Freunde von Filmen wie eben 'Forgetting Sarah Marshall', 'Superbad' und 'Knocked Up (Beim ersten Mal)'.
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Inception
Gut

4


13.August '10 12:48

Nachdem mir diverse Freunde und Bekannte begeistert von Inception berichtet haben und nahezu alle Kritiken gut bis sehr gut waren, habe ich mir letzte Woche den Film angesehen.
Der Film gefiel mir aber schon nach den ersten Minuten nicht und es war für mich eine Riesengeduldsprobe, auf das Ende zu warten. Nicht mal bei There Will Be Blood verging die Zeit so langsam.
Der Film basiert meiner Meinung nach auf einem möchte-gern-Clever-Konzept von verschiedenen Traumebenen mit eigenen Regeln, wie man rauskommt, und ob es Erdanziehung gibt oder nicht, verschiedenen Zeitgeschwindigkeiten, etc.. Diese bilden aber nur die Unterlage für die bekannten Mainstream-CGI-Effekte von auseinanderfliegenden Häusern, Verfolgungsjagden, Schießereien, etc, Gähn.
Das Grundthema von Inception, lucid dreaming/Klarträumen, Träume in verschiedenen Verschachtelungen und die Mact der Gedanken bzw. einer Idee ist natürlich interessant. Man kennt ja den Spruch von Victor Hugo „Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“. Und jeder hat sich wohl schon mal gefragt, ob die Realität nicht vielleicht ein Traum ist, und ob nicht im Traum die Realität stattfindet. So wie Chuang Tzu, der einmal träumte, als Schmetterling durch die Gegend zu flattern. Nachdem er wieder aufgewacht war, kamen ihm Zweifel, ob er in Wahrheit nicht ein Schmetterling sei, der träumte, ein Mensch zu sein.
Ich habe auch mal gehört, daß bei Leuten, die klar träumen (lucid dreaming), es passieren kann, daß sie scheinbar aufwachen, dann aber feststellen, daß irgendetwas unrealistisches passiert und sie dann nochmal aufwachen müssen ;-)
Also schon ein faszinierendes Thema. Den Film fand ich aber sehr öde, da es für mich primär massenhaft Actionszenen waren: zum einen wie in Hurricane-Katastrophenfilmen, zum anderen Schiessereien und Verfolgungsjagden zu hauf. Wer von CGI-Szenen von zerberstenden Häusern und fliegenden Autos, etc. begeistert ist, hat natürlich seinen Spaß.
Nicht überzeugend fand ich auch die Idee vom Interior Designing von Traumlandschaften und dem Finden von innersten Geheimnissen von anderen Personen, die sich dann in der Traumwelt als Dokumente in einem toll versteckten Safe darstellen.
Komisch auch, daß die Hollywood-Techniker bei all ihrem KnowHow nur so eine miserable Maske erstellen konnten für Saito (Ken Watanabe) als altem Mann in der Anfangsszene (seine Leute bringen ihm den zuvor an den Strand angespülten Cobb (Leonardo diCaprio)) .
Schade, trotz der ganzen guten Schauspieler wie Michael Caine, Marion Cotillard, Tom Berenger, Cilian Murphy sowie Watanabe und diCaprio.
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Chloe
Gut

3


03.August '10 21:11

Catherine (Julianne Moore) hat das Gefühl, daß ihr Mann David (Liam Neeson) sie betrügt.
Um das zu überprüfen heuert sie das Edel-Callgirl Chloe (Amanda Seyfried) an. Schnell bestätigt sich ihr Verdacht. Oder doch nicht?
Der Film spielt mit den verschiedenen Perspektiven der Akteure. Leider hat er einige Längen und wirkt zum Teil konstruiert.
Insgesamt aber nicht schlecht.
Das A-Team - Der Film
Gut

3


03.August '10 21:07

Ich selber bin kein großer Freund von reinen Actionen-Filmen.
Wer aber auf das Genre steht und von Schießereien, Schlägereien, Verfolgungsjagden, verrückten Helikopter-Manövern und krassen Sprüchen begeistert ist, der wird bei dieser Neuauflage der alten A-Team Serie auf seine Kosten kommen.
Immerhin ist ein gutes Aufgebot an bekannten Schauspielern wie Liam Neeson (vor kurzem in Chloe, 96 Hourse, Schindlers Liste), Jessica Biel (Freundin von Justin Timberlake, Der Illusionist), Bradley Cooper (Hangover) und Sharlton Copley (Hauptrolle in District 9) dabei.
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Männer al dente
Gut

3


03.August '10 21:00

Ein sehr amüsanter Film über eine italienische Pasta-Dynastie. Der Patriarch möchte seine Firma in die Hände seiner Söhne geben. Dazu soll auch Tommaso nach Abschluß seines Studiums in Rom wieder in seine Heimatstadt zurückkommen. Als er beim Familienessen bekannt geben möchte, daß er andere Vorstellungen hat, kommt es noch wieder anders.
In dem Film sind einige Klischees und auch einige vorhersehbare Entwicklungen. Insgesamt ist er aber gut gemacht und bietet gute Unterhaltung.
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Splice - Das Genexperiment
Gut

2


10.Juni '10 11:00

Ich fand Splice von Regisseur Vincenzo Natali ziemlich öde.
Schade, bisher fand ich die Filme mit Adrien Brody immer ziemlich gut.
Die Story an sich ist auch ganz interessant. Zwei aufstrebende Gen-Bio-Tech-Wizards, das Pärchen Clive (Adrien Brody) und Elsa (Sarah Polley), kreieren im Labor Wesen aus Tier-DNA, die dann Stoffe zum Behandeln von Krankheiten liefern. Aus Neugier und Trotz schaffen sie dann ein Wesen aus Tier und Mensch-DNA. Am Anfang überlegen sie noch, ob sie das Experiment nicht stoppen sollten, haben dann aber immer mehr Zuneigung zu dem Mädchen-Wesen, das sie Dren nennen und natürlich verstecken müssen.
Die Handlung ist von Anfang an ziemlich vorhersehbar. Die erste Hälfte des Films ist noch ganz gut, dann aber wird es vollkommen schwachsinnig.
Einige Szenen sind krampfhaft auf Effekt gemacht, besonders natürlich die in der Scheune ;-)
Das Ende des Films ist so gemacht, daß eine Fortsetzung zu befürchten ist.
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Der Ghostwriter
Gut

3


31.Mai '10 12:06

Ich kann mich den anderen Rezensionen nur anschließen.
Der Ghostwriter von Roman Polanski ist ein spannender Film mit hervorragenden Schauspielern wie Ewan McGregor und Pierce Brosnan. Der Film hat an einigen Stellen seine Längen, aber auch einige lustige Momente und baut kontinuierlich Spannung auf und wartet mit einigen unerwarteten Wendungen auf.
Hangover
Gut

2


21.Mai '10 18:39

"Some guys just can't handle Vegas".
Das sagt ein Hotelgast, als er die drei Protagonisten des Films am Morgen nach ihrem Partyabend sieht.
Ich habe lange nicht mehr so gut gelacht wie bei diesem Film.
Comedies sind ja meistens dann am besten, wenn man Situationen oder Personen in dem Film wiedererkennt. Und ich muß gestehen, daß es mir bei einigen Szenen so ging.
Bei Hangover von Regisseur Todd Phillips (von ihm sind u.a. noch Old School und Der Date Profi (School of Scroundrels) geht es um ein Junggesellenabschieds-Wochenende in Las Vegas bzw. den Tag nach der Party.
Doug (Justin Bartha) und seine Freunde Stu (Ed Helms) und Phil (Bradley Cooper) wollen vor Dougs Hochzeit in Las Vegas feiern. Dougs Freundin zuliebe nehmen sie ihren schrägen Bruder Alan (Zach Galifianakis) mit.
Am nächsten Morgen wachen alle verkatert auf und stellen fest, daß der Bräutigam in spe nocht aufzufinden ist. Außerdem läuft ein Huhn durch die Wohnung, dem Zahnarzt Stu fehlt ein Zahn und der Tiger von Mike Tyson ist im Badezimmer der Hotel-Suite.
Die drei machen sich dann auf, ihren Freund zu finden und rekonstruieren auf schmerzhafte und sehr witzige Weise den Hergang der vorherigen Nacht.
Alan gespielt von Zach Galifianakis als sozial gestörter Bruder fand ich mit seinen unerwarteten Eskapaden mit Abstand am lustigsten. Zahnarzt Stu steht unter der Fuchtel seiner Freundin, der er erzählt hat, sie würden im Napa Valley kultiviert Weinprobe machen.
Heather Graham hat eine Nebenrolle, als warmherzige Prostituierte mit Baby.
Die Witze sind häufig schon recht derbe, zum Teil etwas gekünstelt und es wird auch gern mal auf Klischees zurückgegriffen, aber sie fallen nie auf Teenie-Highschool-Niveau ab. Insgesamt ein großer Spaß mit den Jungs mitzufühlen, wie sie langsam aufdecken, was sie gemacht haben.
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Vergebung
Gut

4


17.Mai '10 14:52

Vergebung ist bekanntermaßen der dritte Teil der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson.
Den zweiten Teil habe ich leider nicht sehen können. Aber auch ohne Verdammnis gesehen zu haben, kann man diesem Film gut folgen.
Lisbeth Salander (Noomi Rapace) liegt nach einem Angriff ihres russischen Vaters schwer verletzt im Krankenhaus. Unter Polizeischutz kommt sie langsam wieder zu Kräften.
Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) versucht derweil mit einem groß aufgemachten Artikel in seiner Zeitschrift Millennium die Unschuld Lisbeths zu beweisen und die Verfehlungen des schwedischen Geheimdiensts ans Licht zu bringen.
Im dritten und letzten Teil der Trilogie wird aufgelöst, warum Lisbeth so brutal behandelt wurde und warum Leute in einflußreichen Positionen ihr nach dem Leben trachten.
Der Film bietet wie der erste Teil eine Menge an Spannung und einige gute Action-Szenen.
An einigen Stellen hätte ich mir mehr Hintergrund-Informationen gewünscht. Aber das ist wohl in den Büchern zu finden und hätte wie so häufig bei Literaturverfilmungen den Rahmen gesprengt.
Wie der erste Teil ist Vergebung wieder ein sehr gut gemachter spannender skandinavischer Thriller.
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District 9
Gut

3


06.Mai '10 15:39

Ich konnte mir unter District 9, dem jüngsten Film von Herr der Ringe (und natürlich Meet the Feebles)-Regisseur Peter Jackson kaum etwas vorstellen.
Alien-Filme (am besten noch Alien/Action-Filme ;-)) sind normalerweise nicht mein Fall. Deswegen war ich zunächst auch etwas skeptisch.
District 9 hat mir dann aber sehr gut gefallen.
Der Film ist im Stil einer Dokumentation gemacht. In einer Kombination aus Kommentaren von Wissenschaftlern zu den Vorfällen und Rückblick-Spielfilm-Szenen wird die Geschichte von Wikus van der Merwe (SHARLTO COPLEY) erzählt. Wikus arbeitet in dem Riesenkonzern seines Schwiegervaters und erhält- was für ein Zufall- die Aufgabe, die Umsiedlung von Krabben-artigen Außerirdischen von dem alten Bezirk District 9 in den neuen 10 zu organsieren. Die Aliens leben seit rund 20 Jahren dort, nachdem ihr Raumschiff vor 20 Jahren plötzlich über Johannesburg erschien und sie wie Bootsflüchtlinge von den Menschen aus dem Raumschiff gerettet wurden.
Bei diesen Aliens handelt es sich nicht um den Menschen überlegene Wesen, sondern um eine unterlegene Form, die auf Katzenfutter steht, diskriminiert wird und in eine Art Ghetto gesperrt wurde.
Bei den Vorbereitungen der Evakuierung bekommt Wikus ein von einem smarten Alien hergestellte Flüssigkeit ab und mutiert langsam wie in dem Film Die Fliege selber zum Alien. Dies erlaubt es ihm, mit seiner Tentakelhand die Waffen der Aliens zu benutzen, was normalen Menschen nicht möglich ist, woraufhin er von dem geldgeilen Militärisch-Industriellen Komplex und auch den Nigerianischen Gangstern verfolgt wird.
Ein sehr spannender und kreativ gemachter Film mit einer Vielzahl von unerwarteten Ereignissen.
Auf jeden Fall kein typischer Alien/ScienceFiction-Film.
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Sin Nombre
Gut

3


29.April '10 14:29

Sin Nombre ist das Regiedebüt des Amerikaners Cary Joji Fukunaga. Der Film wurde an Originalschauplätzen in Mexiko gedreht. Produziert wurde er unter anderem von May Kaufmann und denn mexikanischen Superstars Gael Garcia Bernal und Diego Luna.
Bei Sin Nombre geht es um das Phänomen der Gang Mara Salvatrucha. Die Mara Salvatrucha- auch MS13 genannt- wurde anscheinend von Flüchtlingen aus El Salvador, die vor dem Bürgerkrieg in den 80ern in den USA Schutz suchten, gegründet. Anscheinend hatte die Mara schnell den Ruf einer besonders gewalttätigen Gang und festgenommene Gangmitglieder wurden wieder nach El Salvador zurückgeschickt. Dort kamen sie wieder ins Gefängnis, von wo aus die Mara anfing, größer zu werden. Mittlerweile hat die Mara rund 100.000 Mitglieder und ist in allen Ländern Zentralamerikas vertreten. Auch in Spanien und sogar in Deutschland soll es Ableger, sogenannte Clikas geben.
Die Mara gilt als besonders brutal. Um aufgenommen zu werden, muß das künftige Mitglied sich 13 Sekunden von seinen zukünftigen Kollegen brutalst zusammenschlagen lassen. Außerdem muß ein Mitglied einer verfeindeten Gang getötet werden. Ein Ausstieg aus der Mara ist nicht möglich und der Versuch wird mit dem Tode bestraft.
Die Mitglieder tragen in der Regel diverse Tattoos. Standard sind ein M oder MS oder auch eine 13. Die Tattoos sind nicht selten im Gesicht.
Die Hauptfigur in Sin Nombre ist der 18jährige Willy (Edgar Flores), der aber von allen in seiner Gang Casper genannt wird. Casper ist Mitglied in der Mara, trifft sich aber auch mit seiner Freundin, was seine Mara-Kollegen aber nicht wissen dürfen, da er manchmal seine Gang-Pflichten wie z.B. Ausschau nach Feinden halten, vernachlässigt.
Es kommt dann doch raus und der Chef seiner Clika, Lil' Mago (Tenoch Huerta Mejia) bringt Willys Freundin aus Versehen um.
Lil' Mago nimmt Willy und seinen jungen Freund Smiley mit auf eine Mission, Flüchtlinge auf der Bahn ausrauben.
Dort lernt Willy dann Sayra (Paulina Gaitan) kennen. Sayra ist mit ihrem Onkel und ihrem Vater, der es schon einmal in die USA geschafft hatte und sich dort ein neues Leben aufbaute, auf dem Weg zur US-Grenze.
Willy rettet Sayra das Leben und ist nun auf der Flucht vor der Mara.
Der Film ist voller Gewalt und trauriger und spannender Szenen. Er ist aber auch sehr gut recherchiert und zeigt wie das Leben für einige Menschen in Zentralamerika aussieht. Man könnte Sin Nombre fast als Doku mit Schauspielern ansehen.
Die Aufnahmen und die Schauspieler haben mir alle sehr gut gefallen. Der Film kommt sehr echt rüber.
Cop Out - Geladen und Entsichert
Gut

3


Endlich gibt es mit Cop Out wieder ein neuen Film von dem Clerks-Regisseur Kevin Smith nach Clerks 2 und Zack and Miri make a Porno.
Der neue Film ist eine typische Action-Komödie mit den für Kevin Smith typischen Jokes, also aus dem Sex- und Fäkalbereich ;-)
Die beiden Cops Jimmy (Bruce Willis) und Paul (Tracy Morgan) sind seit vielen Jahren ein Team. Nun haben aber beide ihre Probleme: Jimmys Tochter will heiraten und wünscht sich eine Traumhochzeit im Wert von 50.000 Dollar. Jimmy will auf keinen Fall zulassen, daß Roy (Jason Lee, einer der üblichen Verdächtigen in Smiths Filmen), der schmierige Mann seiner Exfrau, die Kosten übernimmt. Dafür ist er sogar bereit, die äußerst seltene und wertvolle und ihm heilige Baseballkarte zu verkaufen. Leider kommt ihm da ein Kleinganove (der ewige Witzbold/Teenager Seann William Scott aus American Pie) in die Quere.
Paul ist besessen von dem Gedanken, daß ihn seine Frau betrügt.
Zu allem Überfluß werden die beiden auch noch vom Dienst suspendiert. So machen sie sich auf eigene Faust auf, Jimmys Karte wieder zurückzuholen und damit die Hochzeit zu retten.
Cop Out ist ein Film, bei dem es einige gute Lacher gibt. Leider werden die Jokes aber in einigen Szenen ziemlich ausgereizt. So fand ich z.B. die Filmzitate von Paul beim Verhör eines Verdächtigen am Anfang ein bißchen viel des Guten.
Die Latino-Gangster wirkten häufig wie eine Persiflage, aber es ist ja auch eine Komödie.
Wer lockere Unterhaltung möchte und über die Kevin Smith und Seth Rogen-typischen Witze gut lachen kann, der wird seinen Spaß haben.
Die Musik ist übrigens von Harold Faltermeyer und verschafft dem Film so mit Synthesizer und Old-School-Rap ein Beverly Hills-Cop-mäßiges 80er Jahre-Flair.
Precious - Das Leben ist kostbar
Gut

4


Der Film 'Precious' von Regisseur Lee Daniels (hat unter anderem Monster's Ball mit Halle Berry produziert) basiert auf dem Roman 'Push' von Sapphire.
Die Hauptfigur ist Claireece (Gabourey Sidibe), die von allen Precious genannt wird. Precious ist 16 Jahre alt, kann kaum lesen und schreiben, wiegt über 100 Kilo, ist zum zweiten Mal schwanger und wohnt bei ihrer Mutter (super, aber hart gespielt von Standup Comedian Mo'Nique), die ihre Tochter am laufenden Band sowohl verbal als auch physisch fertig macht.
Precious durchlebt quasi die Hölle auf Erden. Von ihrem Vater wurde sie jahrelang vergewaltigt, ihre Mutter zwingt sie u.a., einen ganzen Kochtopf mit Schweinefüssen und Bohnen aufzuessen. Aus dieser Qual kann sie nur manchmal in Gedanken entfliehen, wo sie sich als von den Zuschauern gefeierter Start auf der Bühne sieht.
Erst als sie durch die Hilfe einer freundlichen Lehrerin auf eine spezielle Schule wechselt- was ihre Mutter natürlich nicht erlaubt- fängt sie an, Selbstvertrauen zu entwickeln und ihr Leben in ihre Hand zu nehmen. Das hat sie nicht zuletzt ihrer engagierten Lehrerin Miss Rain (Paula Patton) und ihren neu gefundenen Freundinnen zu verdanken.
Mariah Carey und Lenny Kravitz spielen beide eine kleine Rolle in dem Film. Mariah Carey spielt die Sozialamtsmitarbeiterin Mrs. Weiss, die darüber entscheidet, ob Precious' Mutter weiter Sozialhilfe erhält. Lenny Kravitz spielt einen Krankenpfleger, der sich besonders um Precious kümmert und ihr Ratschläge gibt, als sie ins Krankenkaus kommt.
Der Film ist schon ziemlich heftig anzuschauen. Er zeigt die tiefen menschlichen Abgründe und Tragödien, aber auch den Willen, nach vorne zu schauen und nicht aufzugeben und die Stärke aus Verständnis, Liebe und Hilfe von Freunden.
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Crazy Heart
Gut

3


07.März '10 14:13

In dem Regie Debüt von Scott Cooper Crazy Heart geht es um Bad Blake (Jeff Bridges), einen in die Jahre gekommenen Country-Sänger. Seine großen Erfolge und Auftritte vor tausenden von Fans liegen schon Ewigkeiten zurück (etwa so wie bei dem Magier gespielt von John Malkovich in The Great Buck Howard). Stattdessen tingelt Bad jetzt über die Dörfer, wo eine Reihe von die-hard Fans immer noch zu ihm steht und sich auch das eine oder andere Groupie findet. Den Frust über diese Situation sowie seine gescheiterten Ehen ertränkt Bad Blake in Alkohol.
Eine Wende tritt ein, als die Journalistin Jean Craddock (Maggie Gyllenhaal) Blake um ein Interview bittet. Jean ist Mutter eines vierjährigen Jungen Buddy und hat nach diversen Enttäuschungen eigentlich genug von Männern, verfällt aber dem Charme von Bad.
Durch die Beziehung zu Jean schafft Bad es, sich wieder zusammenzureissen- zumindest eine Zeit lang- und trifft sogar seinen ehemaligen Protogee Tommy Sweet (Colin Farrell) wieder. Dieser hatte ihn vor einigen Jahren im Stich gelassen und ist seit einigen Jahren ein Mega-Star.
Ich höre normalerweise nie Country-Music und weiß auch nur wenig darüber. Die Stücke in diesem Film haben mir aber sehr gut gefallen. Das liegt vor allem auch an der authentischen Art, in der Jeff Bridges die Songs auf der Gitrarre spielt und sehr gut dazu singt. Man merkt, daß Jeff Bridges in seiner Freizeit selber in einer Band spielt. Im Grunde ein ähnlicher Effekt wie bei Walk The Line über Johnny Cash mit Joaquin Phoenix.
Endlich wieder ein Film mit dem Dude schlechthin Jeff Bridges (der aktuell auch in Men Who Stare At Goats Männer die auf Ziegen starren im Kino zu sehen ist). Ich kann mir gut vorstellen, daß er für seine Leistung hier heute abend einen Oscar bei den Academy Awards erhält. Das wäre sein erster und auch höchste Zeit.
Der Song The Weary Kind ist auch bei für einen Oscar nominiert.
Crazy Heart ist eine sehr einfühlsame, ruhig ablaufende romantische Geschichte, bei der die Country Konzerte im Vordergrund stehen, die aber auch nicht Country-Fans gefallen dürften.
Neben Maggie Gyllenhaal als warmherzige Mutter und Journalistin sowie Colin Farrell ist auch noch Robert Duvall als Wayne, Barbesitzer und beschützender Freund von Bad zu sehen.
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A Serious Man
Gut

3


18.Februar '10 15:19

Ich war ziemlich enttäuscht von A Serious Man, dem neuen Film von den Coen-Brüdern.
Ähnlich wie bei Limits of Control von Jim Jarmusch, oder dem gehypten There Will be Blood mit Daniel Day Lewis fand ich diesen Film ziemlich langatmig.
Ich kann nicht nachvollziehen, wie ihn einige als das mit beste Werk der Brüder bezeichnen können.
Klar es gab wieder einige skurille Charaktere und auch einige lustige Szenen. Die mit dem neuen Lover Sid der Frau von Larry fällt mir spontan ein.
Insgesamt aber auch viel Aufbau von Spannung, die dann einfach ohne Pointe verbleibt. In der Form endet der Film auch.
Ich kann mir vorstellen, daß der Film einen besonderen Reiz hat für Leute, die ein ähnliches Leben kennengelernt haben. Ansonsten aber kann er nicht begeistern.
Up In the Air
Gut

4


03.Februar '10 00:57

George Clooney spielt in dem neuen Film von Regisseur Jason Reitman (Thank you for Smoking, Juno) den Außendienstmitarbeiter Ryan Bingham. Ryans Job ist es, durch die USA zu reisen, und im Namen seiner Auftraggeber Mitarbeitern die Kündigung auszusprechen. In der derzeitigen Wirtschaftskrise sind die Dienste von Ryans Firma gefragter denn je.
Für Ryan könnte es keinen besseren Job geben: Er hält es in seinem Appartment in Omaha nicht aus und nähert sich außerdem mit jedem Trip seinem großen Ziel, die 10-Millionen-Meilen-Marke zu knacken, was ihm die begehrte Silber-Karte verschaffen würde.
An der Bar eines Hotels lernt er Alex (Vera Farmiga, u.a.: The Departed) kennen, deren Job sie auch quer durch die USA reisen läßt. Beim Fachsimpeln über die besten Bonusprogramme kommen sich die beiden näher.
Dieses wohl durchorganisierte Leben von Ryan wird aber bedroht durch die neuen Pläne seines Chefs Craig (Jason Bateman). Die neue Mitarbeiterin Natalie (Anna Kendrick, u.a.: Twilight, New Moon) , die frisch von der Uni gekommen ist, hat vorgeschlagen, die Aufträge per Internet-Kameraübertragung durchzuführen und so die Reisekosten immens zu senken. Es könnte nichts Schlimmeres für Ryan geben, der sich neben seinem Job einen Namen mit Seminaren gemacht hat, in denen er die Vorzüge von möglichst wenig Ballast auf Reisen und im Privatleben unter dem Slogan 'Der leere Rucksack' propagiert.
Aber auf der Hochzeit seiner Schwester kommt er dann doch langsam auf den Geschmack eines gesettleten Lebens.
Up in the Air bittet eine Reihe von lustigen Situationen wie das Gespräch zwischen Alex und Natalie über Beziehungen und Ehe oder wie Ryan seinen Schwager in spe überzeugt, keinen Rückzieher von der Ehe zu machen.
Der Film greift ein altbekanntes Thema auf, nämlich, daß die Menschen in der heutigen Zeit dazu neigen, oberflächlichen Zielen zu folgen, rücksichtlos sind und unverbindlich. Er macht das aber in lustiger Weise, auch wenn es einige Längen gibt.
Auffällig waren die sehr häufigen Einblendungen der Logos einer Airline und einer Hotelkette, was im Publikum zu einigen Kommentaren führte.
Insgesamt bietet Up in the Air gute Unterhaltung mit einem leichten sozialkritischen Touch. George Clooney-Fans werden sicherlich auf ihre Kosten kommen.
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Magnolia
Gut

4


21.Januar '10 14:41

Ziemlich guter Film von Regisseur Paul Thomas Anderson (von ihm ist u.a. auch Boogie Nights und der gehpyte aber meiner Meinung nach anstrengende There Will Be Blood).
Magnolia mit herausragenden Schauspielern wie Steve Buscemi, William H. Macy (spielt mal wieder einen Pechvogel ;d Hier ein ehemaliges Wunderkind, das dann auf den Kopf gefallen ist), Juliane Moore, Philip Seymour Hoffman und Tom Cruise, ist ein Film, bei dem scheinbar unabhängige Stories am Ende miteinander verwoben werden, im Stile von Short Cuts von Meister Robert Altman.
Übrigens tauchen die 8 und die 2 mehrfach auf :D
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Familienfest - und andere Schwierigkeiten
Gut

4


Ein Film, den man sich gut zur Weihnachtszeit anschauen kann, wenn die ganze Familie zusammenkommt ;-)
Jodie Foster hat hier Regie geführt und einen tollen Film gemacht über die Veränderungen in einer Familie, wenn alle älter werden und jeder sein eigenes Leben lebt.
Robert Downey Jr. spielt Tommy, der doch noch nach seiner Absage über Thanskgiving zu seiner Famileie fährt. Er tut das auf Wunsch seiner Schwester Claudia (Holly Hunter), bei der grade alles ins Chaos verfällt: u.a. is sie gefeuert worden und ihr Teenager-Tochter hat angekündigt, daß sie mit ihrem Freund Sex haben wird.
SIe hofft, daß Tommy ihr hilft, das Wochenend mit ihren Verwandten durchzustehen, da er anscheinend der einzige ist, der nicht verkorkst ist.
Sehr lustig auch Geraldine Chaplin, die hier die unverheiratete Tante Glady spielt, die so ihre EIgenarten hat.
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Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen
Gut

4


Ich bin gespannt, wie dieser Bad Lieutenant wird. Das Original von Abel Ferrara mit Harvey Keitel war ja schon mal richtig heftig. Wird nicht leicht für Nicolas Cage da mitzuhalten, denke ich.
Aber Regisseur Werner Herzog könnte es schaffen, die Story ähnlich gut rüberzubringen und zeitgemäß neu zu interpretieren.
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