Liev Schreiber gilt gemeinhin als einer der überzeugendsten Schauspieler sein...
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Liev Schreiber gilt gemeinhin als einer der überzeugendsten Schauspieler seiner Generation. Sein Repertoire umfasst nachdenkliche, humanistische und oftmals mutige Rollen, die ihm in Film, Theater und Fernsehen größtes Lob einbrachten.
Mit seinen jüngsten Arbeiten beschreitet er diesen Weg konsequent weiter. Schreiber war unlängst an der Seite von Daniel Craig und Jamie Bell in Defiance (Unbeugsam - Defiance, 2008) zu sehen, einem Zweiter-Weltkriegs-Drama von Edward Zwick. Die drei Akteure spielen jüdische Brüder, die aus dem nationalsozialistisch besetzten Polen in die Wälder von Weißrussland fliehen, wo sie sich dem Widerstand anschließen und ein Dorf aufbauen, um sich selbst und andere zu beschützen.
Darüber hinaus sah man Schreiber unlängst in X-Men Origins: Wolverine (X-Men Origins: Wolverine, 2009) als Victor Creed, die bestialische Nemesis von Wolverine, der wiederum von Hugh Jackman gespielt wurde. In dem Prequel der X-Men-Trilogie will Wolverine Rache an Creed nehmen, der seine große Liebe getötet hat (und der im Geheimen der Mutant Sabretooth ist). Gavin Hood inszenierte Wolverine nach einem Drehbuch von David Benioff.
Weitere neuere Titel seiner Filmographie sind Taking Woodstock (Taking Woodstock, 2009), Repo Men (Repo Men, 2010) und Every Day (2010).
The Painted Veil (2006) mit Edward Norton und Naomi Watts kam im Dezember 2006 in die Kinos. Neben Meryl Streep und Denzel Washington spielte Schreiber in The Manchurian Candidate (The Manchurian Candidate, 2004), mit Julia Stiles in The Omen (Das Omen, 2006), mit Ben Affleck in The Sum of All Fears (Der Anschlag, 2002), mit Hugh Jackman in Kate & Leopold (Kate & Leopold, 2001) und für Regisseur Mike Newell stand er in Love in the Time of Cholera (Die Liebe in Zeiten der Cholera, 2007) vor der Kamera. In Hamlet (Hamlet, 2000) mit Ethan Hawke konnte Schreiber seine Theatererfahrung und seinen Shakespeare-Hintergrund zum Einsatz bringen. Außerdem spielte er in The Hurricane (Hurricane, 1999), dem prämierten Biopic mit Denzel Washington, sowie an der Seite von Diane Lane und Viggo Mortensen in A Walk on the Moon (1999).
Schreiber ist auch ein versierter Theaterschauspieler. Seine Darstellung als Ricky Roma in der Broadway-Wiederaufführung von David Mamets „Glengarry Glen Ross“ 2005 brachte ihm einen Tony Award ein. Im Sommer 2006 stand er für die „Macbeth“-Produktion des Public Theater (inszeniert von Moises Kaufman) an der Seite von Jennifer Ehle auf der Bühne.
Am Delacorte Theater im Central Park wurde im Rahmen von Shakespeare in the Park ebenfalls „Macbeth“ aufgeführt. Anfang 2007 kehrte Schreiber zum Broadway zurück, um in Eric Bogosians „Talk Radio“ zu spielen. Die Premiere fand im März am Longacre Theater statt und Schreiber wurde für seine Darstellung des Radiomoderators Barry Champlain zum zweiten Mal für einen Tony nominiert. Im selben Jahr schlug man Schreiber erneut für einen Tony vor, und zwar für seine Broadway-Performance in „A View from the Bridge“.
Schreiber verfügt auch über einen großen Erfahrungsschatz aus seiner Arbeit im Fernsehbereich. Er machte sich einen Namen mit der Darstellung von Orson Welles in „RKO 281“ von HBO. Mit demselben Sender arbeitete er wieder beim emotionalen „Lackawanna Blues“ zusammen. Schreibers ausdrucksstarke Stimme kommt auch in seiner Arbeit als Off-Kommentator und Erzähler zum Einsatz, zum Beispiel für bedeutende Stücke bei HBO und PBS. Als einer von Amerikas führenden Erzählern war Schreiber in Sportdokumentationen wie „Mantle“, „:03 Seconds to Gold“ und „A City on Fire: The Story of the ´68 Detroit Tigers“ zu hören sowie in der Dokumentarserie „NOVA und Nature“ von PBS.
2005 gab Schreiber sein Regiedebüt mit Everything Is Illuminated (Alles ist erleuchtet, 2005) nach dem Bestseller von Jonathan Safran Foer. Vor der Buchveröffentlichung las Schreiber einen Auszug im The New Yorker und sicherte sich sogleich die Rechte. Er schrieb schließlich auch das Drehbuch und brachte das Projekt in den USA bei Warner unter. Das National Film Board wählte den Film mit Elijah Wood unter die zehn besten Filme des Jahres 2006.